Produktion

Rohmaterialbeschaffung

Um ein qualitativ hochstehendes Garn herzustellen braucht mal das beste Rohmaterial was man kaufen kann. Jeder Rohstoff (Seide, Kaschmir, Wolle, Alpaka, Babykamel, Baumwolle…) den wir verwenden, wird über unser eigenes Qualitätsmanagementsystem geprüft um unseren hohen Ansprüchen zu genügen. Unsere Anforderung an gutes Rohmaterial behinhaltet folgende Kontrollen:

  • Qualitätstest der Kammzüge und Fasern
  • Prüfung der Produktion der Hersteller vor Ort
  • Nachprüfung aller Rohmaterialien nach Ökotex Standart 100, Klasse I bei  Testex®

Bei der Ankunft der Kammzüge werden im Betriebslabor Proben entnommen und auf Faserlänge, Glanz, Nissen und Fremdfasern geprüft und dann der Produktion zugeteilt. Um eine über eine längere Zeitdauer gleichbleibende Garnqualität zu garantieren, werden die verschiedenen Lose zu einer Spinnpartie zusammengeführt. 

 

Vom Kammzug zum Garn

Wir produzieren alle unsere Garne vor Ort in unserem Produktionsgebäude in Gersau und erreichen so mindestens 60% der Herstellungskosten in der Schweiz. Dadurch erfüllen alle unsere Garne die  "Swissness" Voraussetzungen und dürfen offiziell das Schweizerkreuz tragen. Ein anderer Vorteil der Produktion vor Ort ist, dass wir unsere Vorgaben bez. Ethik und Umweltschutz jeder Zeit überprüfen und bei Bedarf anpassen können (siehe Swiss Mountain Silk)

  • Im Vorwerk mischen wir die verschiedenen Kammzüge zusammen. Für reine Seide mischen wir verschiedene Lieferantenlots zusammen, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Für die Mischgarne mischen wir die verschiedenen Rohmaterialien mit der Seide im richtigen Verhältnis zusammen. Dazu benötigt man bis zu 14 Passagen auf Nadelstabstrecken, um die Bänder möglichst homogen zu mischen. Auf der Vorspinnmaschine (Flyer) werden diese Bänder dann im richtigen Verhältnis verstreckt, um das ideale Vorgarn für den Spinnprozess zu bekommen.

    Flyer
    Vorganproduktion auf einem Schlumberger Flyer

     

  • Dafür stehen bei uns Ringspinn-Maschinen mit Langstapel-Streckwerken zur Verfügung, teilweise mit Luntenstop und Doffer ausgerüstet. Da wir Garne in der Feinheit von Nm 2 bis Nm 300 herstellen (Nm =Anzahl Meter pro Gramm), stehen entsprechend verschiedene Maschinentypen im Einsatz. Das Vorgarn wird für unser feinstes Garn mit einem 50-fachen Verzug und über 1'200 Drehungen per Meter zu einem Seidenfaden versponnen. Die Spinncops werden zur Stabilisierung der Drehung im Vakuum-Dämpfer mit Sattdampf behandelt, bevor das gesponnene Garn von vollautomatischen Spulmaschinen auf Konen gespult wird. Während des Spulens wird jeder Meter des Garns von einem elektronischen Tastkopf überwacht. Fehler wie Dick- und Dünnstellen, Nissen und Noppen, Nm-Abweichungen und Fremdfasern werden erfasst und je nach programmierter Reinigungsstufe aus dem Faden herausgeschnitten, d.h. mit den neuesten elektronischen Garnreinigern gereinigt. Die Fadenenden werden sofort gespleisst, indem die Fasern mit Druckluft so ineinander verwirbelt werden, dass die Festigkeit der Verbindung 90% erreicht und fast unsichtbar bleibt. Dieser Prozess garantiert eine konstante Garnqualität, die den hohen Anforderungen der Weiterverarbeitung entspricht.

    Spinnen
    Spinnen auf Ringspinnmaschinen von Zinser

     

  • Es werden zwei oder mehrere Einzelfäden zu einem Zwirn zusammengedreht. Nachdem der Faden beim Spinnen die Drehrichtung Z erhalten hat, erhalten die beiden Fäden zusammen eine S-Drehung. Ein Zwirn verleiht dem Garn eine erhöhte Reiss- und Scheuerfestigkeit. Wir arbeiten mit dem Zweistufen-Zwirnverfahren. Vorerst werden die Fäden gefacht und vorgedreht. In der zweiten Stufe wird die Enddrehung gezwirnt. Wegen den langen Ablaufzeiten dreht sich das Garn schmutzgeschützt in einem sogenannten Topf. Nach dem Zwirnen wird das Garn zur Stabilisierung wiederum gedämpft und nachher gesengt.

    Zwirnen
    Auszwirnen nach Zweistufenverfahren

     

  • Die Funktion unserer Sengmaschinen basiert auf einem alten Prinzip. Während die ersten Sengmaschinen eigens für Seide bei uns selber gebaut worden sind, hat später eine Maschinenfabrik die Maschinen weiterentwickelt und gebaut. Unsere Mechaniker haben die Sengmaschinen dann unseren Bedürfnissen angepasst. Durch das Sengen des Garns werden die abstehenden Fasern weggebrannt; das Garn wird dadurch glatter und erhält einen schönen Seidenglanz.

    Sengmaschine
    Sengen mit elektrischen Brenner

     

  • Nach einer erneuten elektronischen Kontrolle erhält der Zwirn die vom Kunden gewünschte Endaufmachung (Konen oder Strangen). Auf Wunsch kann der Zwirn auch mit Paraffinauftrag geliefert werden.
    Unsere Produkte finden Verwendung in der Weberei (Bekleidungsstoffe, Möbelbezugstoffe, Paramente), in der Strickerei (Pullover, Wäsche, Socken, Strumpfhosen etc.), in der Teppichherstellung, im Handel für Handstrick-, Handweb-, Handstickgarne und in der Mercerie (Nähfäden). Unsere Kunden befinden sich in der Schweiz, in vielen EU-Ländern sowie in den USA, Kanada und in  weiteren Ländern weltweit. Seit 2007 werden alle unsere Garne unter der Marke Swiss Mountains Silk vertrieben. 

    Produktion von Strangen
    Produktion von Strangen

     

Im Vorwerk mischen wir die verschiedenen Kammzüge zusammen. Für reine Seide mischen wir verschiedene Lieferantenlots zusammen, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Für die Mischgarne mischen wir die verschiedenen Rohmaterialien mit der Seide im richtigen Verhältnis zusammen. Dazu benötigt man bis zu 14 Passagen auf Nadelstabstrecken, um die Bänder möglichst homogen zu mischen. Auf der Vorspinnmaschine (Flyer) werden diese Bänder dann im richtigen Verhältnis verstreckt, um das ideale Vorgarn für den Spinnprozess zu bekommen.

Flyer
Vorganproduktion auf einem Schlumberger Flyer

 

Dafür stehen bei uns Ringspinn-Maschinen mit Langstapel-Streckwerken zur Verfügung, teilweise mit Luntenstop und Doffer ausgerüstet. Da wir Garne in der Feinheit von Nm 2 bis Nm 300 herstellen (Nm =Anzahl Meter pro Gramm), stehen entsprechend verschiedene Maschinentypen im Einsatz. Das Vorgarn wird für unser feinstes Garn mit einem 50-fachen Verzug und über 1'200 Drehungen per Meter zu einem Seidenfaden versponnen. Die Spinncops werden zur Stabilisierung der Drehung im Vakuum-Dämpfer mit Sattdampf behandelt, bevor das gesponnene Garn von vollautomatischen Spulmaschinen auf Konen gespult wird. Während des Spulens wird jeder Meter des Garns von einem elektronischen Tastkopf überwacht. Fehler wie Dick- und Dünnstellen, Nissen und Noppen, Nm-Abweichungen und Fremdfasern werden erfasst und je nach programmierter Reinigungsstufe aus dem Faden herausgeschnitten, d.h. mit den neuesten elektronischen Garnreinigern gereinigt. Die Fadenenden werden sofort gespleisst, indem die Fasern mit Druckluft so ineinander verwirbelt werden, dass die Festigkeit der Verbindung 90% erreicht und fast unsichtbar bleibt. Dieser Prozess garantiert eine konstante Garnqualität, die den hohen Anforderungen der Weiterverarbeitung entspricht.

Spinnen
Spinnen auf Ringspinnmaschinen von Zinser

 

Es werden zwei oder mehrere Einzelfäden zu einem Zwirn zusammengedreht. Nachdem der Faden beim Spinnen die Drehrichtung Z erhalten hat, erhalten die beiden Fäden zusammen eine S-Drehung. Ein Zwirn verleiht dem Garn eine erhöhte Reiss- und Scheuerfestigkeit. Wir arbeiten mit dem Zweistufen-Zwirnverfahren. Vorerst werden die Fäden gefacht und vorgedreht. In der zweiten Stufe wird die Enddrehung gezwirnt. Wegen den langen Ablaufzeiten dreht sich das Garn schmutzgeschützt in einem sogenannten Topf. Nach dem Zwirnen wird das Garn zur Stabilisierung wiederum gedämpft und nachher gesengt.

Zwirnen
Auszwirnen nach Zweistufenverfahren

 

Die Funktion unserer Sengmaschinen basiert auf einem alten Prinzip. Während die ersten Sengmaschinen eigens für Seide bei uns selber gebaut worden sind, hat später eine Maschinenfabrik die Maschinen weiterentwickelt und gebaut. Unsere Mechaniker haben die Sengmaschinen dann unseren Bedürfnissen angepasst. Durch das Sengen des Garns werden die abstehenden Fasern weggebrannt; das Garn wird dadurch glatter und erhält einen schönen Seidenglanz.

Sengmaschine
Sengen mit elektrischen Brenner

 

Nach einer erneuten elektronischen Kontrolle erhält der Zwirn die vom Kunden gewünschte Endaufmachung (Konen oder Strangen). Auf Wunsch kann der Zwirn auch mit Paraffinauftrag geliefert werden.
Unsere Produkte finden Verwendung in der Weberei (Bekleidungsstoffe, Möbelbezugstoffe, Paramente), in der Strickerei (Pullover, Wäsche, Socken, Strumpfhosen etc.), in der Teppichherstellung, im Handel für Handstrick-, Handweb-, Handstickgarne und in der Mercerie (Nähfäden). Unsere Kunden befinden sich in der Schweiz, in vielen EU-Ländern sowie in den USA, Kanada und in  weiteren Ländern weltweit. Seit 2007 werden alle unsere Garne unter der Marke Swiss Mountains Silk vertrieben. 

Produktion von Strangen
Produktion von Strangen